Freitag, 28. Mai 2010

Ölpest im Golf von Mexiko - BP und Weißes Haus vertuschen - Livestream Operation "Top Kill" vom Leck der "Deepwater Horizon"

Seit am 20. April die Ölplattform "Deepwater Horizon" des BP-Konzern explodierte und zwei Tage später versank, sind alle Versuche, das ausströmende Öl zu stoppen, gescheitert. Offenbar ist der BP-Konzern in keiner Weise auf eine solche Katastrophe vorbereitet und hat nichts in der Hand, was schon mal erfolgreich erprobt worden ist, um wenigstens weiteren Schaden zu verhindern.

BP sorgt sich mehr um Reputation als um die Eingrenzung der Ölpest, sagt Greenpeace-USA-Chef Phil Radford. Auch die Regierung habe Interesse, die Schäden zu vertuschen.

Die Ölpest im Golf von Mexiko hat BP bislang 760 Millionen Dollar gekostet - angesichts der gigantischen Gewinne des Ölkonzerns eine Mini-Belastung. Trotzdem gefährdet die Katastrophe die Existenz eines der mächtigsten Unternehmen der Welt. Denn die Firma ist mit der Situation völlig überfordert.

US-Präsident Barack Obama hatte sich so scharf wie nie zuvor über das Unglück geäußert und von einem "Ausfall der Verantwortlichkeiten" gesprochen. Dabei hatte er namentlich BP genannt, aber auch die Firmen Haliburton und Transocean. "Wir werden die relevanten Firmen zur Verantwortung ziehen. Nicht nur dabei, die Fakten im Zusammenhang mit dem Leck transparent zu machen, sondern auch dabei, das Leck zu schließen, die angerichteten Schäden zu reparieren und die Amerikaner auszuzahlen, die einen finanziellen Schaden erlitten haben."

Jetzt versucht der britische Ölmulti BP das Leck der ehemaligen Ölbohr-Plattform "Deepwater Horizon" in einer Tiefe von 1600 m mit Schlamm und Zement zu verschließen.

Die Welt kann also live den Versuch am PC oder Notebook verfolgen.



Zu dem Livestream von BP geht es hier.